Freitag, 14. Mai 2010

Great Ocean Road

Vor den Zwölf Aposteln







Mit einem der Sri Lanken und einem Viertel von Simon :)















Arch mit Regenbogen



Oh, achso...







Der kleine X5 neben unserem Troopcarrier




Zwischen Melbourne und Adelaide schlängelt sich die Great Ocean Road ca. 100 km am Meer entlang. Hier liegen bekannte Felsformationen, wie die Zwölf Apostel und die London Bridge. Natürlich besichtigten wir alle interessanten Sehenswürdigkeiten, doch mein Highlight waren die Koalas, die am Cape Otway überall in den Bäumen hingen und genüsslich Eukalyptus kauten oder schliefen.

Das Highlight für eine Belegschaft einer Firma aus Sri Lanka waren wiederum WIR. Eigentlich wollten wir nur die Zwölf Apostel bewundern und ein paar Fotos schießen… Doch als wir an der Aussichtsplattform ankamen, fotografierte ein Sri Lankaner (oder Sri Lanke??? Whatever!) gerade seine Kumpels. Ich befürchtete schon, was als Nächstes kam: Damit die gesamte Mannschaft auf dem Bild war, wurden Chris und mir jeweils zehn Kameras in die Hand gedrückt und wir mussten fotografieren (Simon hielt schön Abstand). Naja, ist ja kein Problem. Doch nach dieser Fotoseason, entdeckten alle 20 Sri Lanken die „Germans“, also wollten Sämtliche ein Bild zusammen mit uns (okay, besonders natürlich mit der „German Lady“). Simon und Chris, die neben mir standen, kamen teilweise nicht mit aufs Bild und wurden einfach weggeschnitten. J Natürlich sind wir drei jetzt nach Sri Lanka eingeladen und mit einem der Jungs tauschten wir unsere Mailadressen aus. Am Parkplatz angekommen musste unser Auto (mit uns davor) natürlich auch noch fotografiert werden. Sind schon auf die Fotos gespannt…

Am Freitag hoffen wir bis nach Adelaide fahren zu können, denn an meinem Geburtstag würde ich zu gerne in der deutschen Siedlung Hahndorf Haxen essen gehen!

Melbourne

Flinders Street Station



Simon auf einem Schweinehund



Wieder zu Hause...



Blick vom Federation Square auf St. Pauls Cathedral









Ein Laden voller Babushkas!


Nachdem wir nun ganze drei Monate auf Tasmanien waren, fuhren wir an Simons Geburtstag mit der Spirit of Tasmania nach Melbourne zurück. Die Überfahrt dauerte 11 Stunden, die wir größtenteils schliefen. Denn ab Mai fahren die Fähren nur nachts, also waren wir in einem großen Schlafsaal untergebracht. Die Sitze ähnelten denen im Flugzeug, doch sie waren wirklich unbequem… Dementsprechend schlecht schliefen wir. Dazu kam noch der Wellengang, der etwas stärker war als im Februar. Im Gegensatz zu Simon empfand ich das Schaukeln als angenehm. :)
Früh um sieben Uhr kamen wir völlig k.o. in Melbourne an. Nach drei Stunden Erholungsschlaf quälten wir uns aus dem Bett, schließlich wollten wir Melbourne erkunden und uns mit unserem Freund Chris treffen. Ihn hatten wir im Januar in Townsville kennengelernt und uns in Tasmanien wieder gesehen.
Mit der Tram ging es in die City, wo wir unter anderem den schicken Federation Square, das lebendige Melbourne Central und die alternative Brunswick Street ansahen. Melbourne gefällt uns beiden sehr gut, die Stadt hat viele schöne Ecken zu bieten. Interessant war es auch im Crown Casino, einem der größten der südlichen Hemisphäre. Auf drei riesigen Stockwerken haben die Melbourner die Gelegenheit, ihr Geld möglichst schnell zu verprassen. Innerhalb von einer halben Minute sahen wir, wie ein älterer Herr 500 Dollar beim Roulette los wurde...
Nach zwei Tagen Großstadt sind wir jetzt zusammen mit Chris auf dem Weg nach Coober Pedy. Weit sind wir noch nicht gekommen, denn die letzten beiden Tage fuhren wir gemütlich an der Great Ocean Road entlang.

Simons Geburtstag

An Simons Geburtstag schauten wir uns tagsüber Tassies zweitgrößte Stadt Launceston an. Okay, viel gibt es hier nicht zu sehen; recht nett war aber die Cataract Gorge. Umgeben von Parks mit Pavillon und Pfauen, Cafes und hohen Klippen fließt der South Esk River Richtung See. Im Sommer eignen sich etliche Wasserlöcher zum Baden, doch zu dieser Jahreszeit ist es etwas zu frisch. Nach der teuersten Portion Fish and Chips, die wir je gegessen haben (okay, es war ja Simons Geburtstag), machten wir uns langsam Richtung Fähre auf.

Sonntag, 9. Mai 2010

Bay of Fires

Vier schwarze Schwäne




















Eddystone Ligthhouse

















Columbia Falls













Die Bay of Fires ist ein Küstenabschnitt im Nordosten Tasmaniens, der von Sümpfen, weißen Stränden und kristallklarem Wasser gesäumt ist. Der Name kommt von europäischen Seefahrern, die die von Aborigines gelegten Feuer an den Buchten erblickten.

Leider hatten wir hier nicht so viel Glück mit dem Wetter und so gibt es nur verregnete Bilder von den roten Felsen im türkisfarbenen Wasser.
Umso mehr Spaß machte ein kleiner Geländetrip mit unserem Auto. Überall waren braune Wasser-/Schlammlöcher, die wir durchqueren mussten. Simon fühlte sich wie im Paradies. :) Unser Landcruiser ist jetzt natürlich nicht mehr weiß.

Die letzten Tage auf Tassie besuchten wir außerdem noch den Mt. William National Park und die Ostküste. Einen Stop legten wir an den Columbia Falls ein, mit 90 m die höchsten auf Tasmanien. Die Fälle waren von einem Urwald aus Riesenfarnen umgeben, die teilweise sechs Meter hoch waren. Anschließend ging es in die Pyengana Cheese Factory, wo wir uns ein paar leckere Käse mitnahmen. Nun campen wir an einem Platz am Meer, den wir ganz für uns alleine haben. Die See ist recht rau und rollt laut von der Bass Strait auf die Klippen zu. Durch den Wind wackelt unser Auto unruhig hin und her.
An Simons Geburtstag heißt es dann, sich von Tasmanien zu verabschieden. Abends um 18 Uhr startet unsere Fähre nach Melbourne und wir befinden uns endlich wieder in wärmeren Gefilden.

Freycinet National Park

Die wunderschöne Wineglass Bay. Angeblich sieht die Bucht aus, wie ein Weinglas, daher der Name.


Leider zu kalt zum Baden








Für diesen Tag hatten wir uns unbedingt schönes Wetter gewünscht und wurden dann auch mit Sonnenschein belohnt. Denn die berühmte Wineglass Bay war bei Regenwetter bestimmt kein so toller Anblick.

So unternahmen wir den dreistündigen Walk zum Wineglass Bay Lookout und in die Bucht hinunter. Das Wasser schimmerte, wie auf vielen bekannten Fotos, türkis und der Sand war strahlend weiß.

Goodbye, Lollara!

Acht Wochen lang hatten wir nun bei Andrew auf der Apfelfarm gearbeitet und unser Ziel, eine bestimmte Summe an Geld zu verdienen, erreicht. Nun können wir hoffentlich unbeschwert und ohne Arbeit die letzten vier Monate auf der Südhalbkugel genießen.
Die letzte Woche musste der arme Simon alleine die Pink Ladies von den Bäumen holen, während ich in der Shed arbeiten durfte. Die Ernte der Äpfel gestaltete sich nicht gerade als Vergnügen, denn es regnete oft und viel. Am Wochenende waren wir am Beachhouse und vollendeten unsere Malerarbeiten.
Unser letzter Abend in Lollara fand in gemütlicher Runde mit den anderen Backpackern statt. Am nächsten Morgen packten wir unser Auto, welches irgendwie voller ist als davor (naja, kein Wunder, wenn man 20 kg Äpfel und Birnen dabei hat), und verabschiedeten uns vom Chef und den Shedmitarbeitern. Vorbei an tausenden Apfelbäumen fuhren wir durch das Huon Valley Richtung Norden.