Freitag, 13. August 2010

Port Douglas

Planschen im beheizten Pool





Mit Vince und Marc




In dem kleinen Ferienort nördlich von Cairns machten wir die letzten Tage noch einmal richtig Urlaub. Wohnen durften wir bei Vince und Marc aus Paris, die mit ihrem Toyota Landcruiser von Frankreich über Russland und Asien bis nach Australien gefahren waren und nun eine Wohnung in Port Douglas gemietet haben. Kennengelernt hatten wir uns in Tasmanien vor 6 Monaten. Wir verbachten zwei Nächte bei ihnen, genossen die Abende zusammen bei gutem Essen, Wein und viel Eiscreme und hatten uns Einiges zu berichten. Schön war es, wieder in einem richtigen Bett zu schlafen, duschen zu können, wann man will und überhaupt etwas mehr Platz zu haben.

Zwischen einem Bad im Pool und Eis essen mussten wir unser Auto ausräumen, putzen und unsere Sachen packen. Das Auto war auf einem Track durch den Dschungel so dreckig geworden, dass die weiße Farbe nicht mehr zu sehen war. In dem Nobel-Städtchen Port Douglas sprachen uns also alle Leute darauf an: „Hey your car needs a wash!“ – „Ach, wirklich?!?“ So wuschen wir das Auto in Cairns gründlichst und erkannten es danach kaum wieder.

Unser Auto haben wir bereits verkauft. Eine Freundin aus Coburg hat sich auch für ein Jahr Australien entschlossen und zusammen mit ihrem Freund das Auto gekauft. Jetzt steht unser Troopcarrier in Cairns und wartet auf neue Abenteuer mit den beiden. Ein bisschen komisch war es für uns schon, das Auto nach so langer Zeit und so vielen Erlebnissen einfach dort stehen zu lassen. Aber nun freuen wir uns erst einmal auf zwei Wochen Bangkok und dann natürlich auf Deutschland, wo wir „unser“ Auto noch ein Jahr auf dem Blog unserer Freunde verfolgen können.

Nun sind wir wieder in Brisbane angekommen. Es ist recht kalt hier, nachts sinken die Temperaturen bis auf 7°C. Bei Sonnenschein tagsüber lässt es sich aber im T-Shirt auch im Winter gut aushalten.

Dienstag, 10. August 2010

Tauchen am Great Barrier Reef



























Einen unserer letzten Tage nutzten wir, um am Great Barrier Reef tauchen zu gehen. Wir entschieden uns für einen Tagestrip mit drei Tauchgängen. Das Boot fuhr hinaus zum Milln Reef und zum Thetford Reef, zwei sehr schöne Riffe. Das Wetter hätte besser sein können, zwischen dichten Wolken schaute selten einmal die Sonne hindurch und zeitweise regnete es sogar. Nicht die besten Voraussetzungen fürs Tauchen, aber die Sicht unter Wasser betrug trotzdem bis zu 25 m. Wegen der Wolken kamen die vielen Farben der Korallen nicht ganz so gut zum Vorschein, aber wenn kurz die Sonne schien, war es toll. Insgesamt ein schönes Erlebnis am Ende unserer Reise!


Cairns















Wir haben unsere große Runde durch den australischen Kontinent beendet. Insgesamt haben wir 40 000 km hinter uns, 15 000 davon im Gelände auf unbefestigten Straßen. Nun sind wir nach 7 Monaten wieder in Cairns und wollen die letzten Tage hier genießen.

Das Wetter ist regnerisch –ungewöhnlich für diese Jahreszeit – und uns ist es zu kalt zum Baden (25°C – 28°C). Der Pool in Cairns ist trotzdem gut besucht, doch wir sind noch die heißen Temperaturen von Broome, Darwin und Cape York gewohnt. Stattdessen schauten wir uns die riesigen Jachten an, die im Hafen lagen. Am Pool trafen wir uns mit Katrin, die mit uns den South Coast Track in Tasmanien gelaufen ist. Am Dienstag ging ihr Flug zurück nach Deutschland und so gab es am Montag noch ein Abschiedsbarbecue.

Samstag, 7. August 2010

Cape York – Vrilya Point















Auf dem Weg zurück in den Süden der Cape York Peninsula machten wir unseren ersten Stopp an der Westküste am Vrilya Point. Nach einer Flussüberquerung über eine kleine, wackelige Brücke aus aneinander liegenden Baumstämmen gelangten wir an einen bezaubernden weißen Sandstrand. Ruhig rollten die Wellen ans Land und da gerade Ebbe war, konnten wir bis an den nördlichen Punkt der Landzunge fahren. Rechts lag eine Lagune, links das Meer. Auf halbem Weg kamen wir an ein Schiffswrack, an dem wir kurz anhielten.

Sobald wir einen schönen Ort zum Übernachten gefunden hatten, ging Simon angeln. Er war keine halbe Stunde am Angeln, da kam er mit einem Hai an der Leine zurück. Das war ein Superfang! Wir frittierten ihn in der Pfanne auf dem Lagerfeuer und er schmeckte fantastisch…

Ein bisschen wehmütig sahen wir dem vorerst letzten Sonnenuntergang über dem Meer zu. Die nächsten Tage werden wir an der Ostküste verbringen und, wenn wir früh genug aufstehen, die Sonnenaufgänge überm Meer bewundern können.